FAQ zum Prognose-Rechner

Leistungen des Rechners

Statsitiken, Annahmen und Beispiele

Sonstiges

Was bietet dieser Rechner, was kein anderer bietet?

Es gibt hunderte Seiten zum Thema Krankenversicherung. Wir haben viele davon ausprobiert, als wir uns selber für eine Krankenversicherung entscheiden mussten. Aber wir fanden sie nicht sehr hilfreich. Deswegen haben wir dieses Projekt gestartet.

Bei den meisten Seiten handelt es sich um Tarif-Datenbanken, die Tarife nach vorgegebenen Kriterien auflisten, aber nicht tiefgehend vergleichen. Dagegen ist nichts zu sagen, es birgt aber zwei große Probleme:

  1. Man muss zunächst wählen, wie viel Selbstbehalt man möchte (300€? 2400€?), wie viel Zahnerstattung (50%? 80%?) usw. Das sind Entscheidungen, die die Kosten massiv beeinflussen, die man in diesem Moment aber gar nicht treffen kann.
  2. Nachdem man seine Kontaktdaten eingegeben hat, um Angebote von einem Versicherungsmakler zu erhalten, wird man mit ihm alleine gelassen. Es bleibt einem also nichts anderes übrig als seinem Urteil zu vertrauen.

Wir sagen, das ist nicht mehr zeitgemäß. Wir haben all diese Technologie - das Web 2.0, Soziale Netzwerke, Suchmaschinen etc. Wir haben Kunden-Rezensionen auf Amazon über Bücher, die 20€ kosten. Aber wenn es um Krankenversicherungen geht, die uns 500.000€ im Leben kosten können, haben wir nichts.

Deshalb wollten wir einen Rechner machen, der Sie nicht alleine lässt. Der keine Fragen stellt, sondern sie beantwortet. Lohnt sich der Tarif mit hohem Selbstbehalt? Müssen es 80% Zahnerstattung sein? Wann ist die Gesetzliche mit ihrer Familienversicherung vielleicht sogar besser als die Private?

Wir wollten einen Rechner machen, zu dem Sie zurück kehren können, wenn Sie Angebote von einem Versicherungsmakler erhalten haben. Der Ihnen objektiv nachvollziehbare Ergebnisse zu erwartbaren Kosten liefert. Nicht um die Beratung des Versicherungsmaklers zu ersetzen, sondern um Ihnen eine zweite Perspektive zu geben. Mit beidem zusammen, glauben wir, finden Sie den besten Tarif für sich und Ihre Kinder.

Unseres Wissens nach sind wir die einzigen, die Ihnen das bieten können.

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Wie kann ich den Prognose-Rechner optimal einsetzen?

Zunächst können Sie den Rechner erst einmal ohne großen Aufwand ausprobieren. Es gibt vorgefertigte Gesundheitsszenarien (welche Behandlungen Sie im Laufe Ihres Lebens benötigen) und Beispiel-Tarife der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Damit können Sie sehen, wie der Rechner funktioniert, und wie sich die Kostenstruktur von privaten und gesetzlichen Tarifen voraussichtlich für Sie entwickeln würden.

Falls Sie einen Wechsel zwischen einem gesetzlichen und einem privaten Tarif oder zwischen zwei privaten Tarifen abwägen möchten, investieren Sie noch etwas Zeit: Erstellen Sie ein Gesundheitsszenario, das Sie bei sich selber für realistisch halten. Nehmen Sie z.B. die Krankheitsgeschichte Ihrer Eltern zum Vorbild.

Als nächstes lassen Sie sich von einem unabhängigen Versicherungsberater verschiedene private Tarif-Angebote geben, die er prinzipiell für sinnvoll hält. Geben Sie jedes Angebot in den Prognose-Rechner ein, indem Sie einen "Eigenen Tarif" anlegen und die Werte für Selbstbehalt, Zahnerstattung etc. eintragen. Ermitteln Sie hierdurch unter den Tarif-Angeboten zwei oder drei Favoriten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Treffen Sie die Entscheidung zwischen den Favoriten in der Diskussion mit Ihrem Versicherungsberater, und schließen Sie den Tarif über ihn ab. Dadurch kombinieren Sie die Vorteile eines Versicherungsberaters mit all seinem Know-How und die eines rationalen Entscheidungsverfahrens mit objektiver Nachvollziehbarkeit.

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Wo steht jetzt, welches der bestmögliche Tarif für mich ist?

Auf krankenversicherung-prognose.de können Sie Tarif-Angebote vergleichen, die Sie aus anderen Quellen erhalten haben, z.B. von einem Versicherungsberater. Wenn wir selber eine Datenbank mit verschiedenen Tarifen hätten, könnte sie niemals vollständig sein, und es sähe so aus als würden wir manche Versicherungsunternehmen bevorzugen. Deshalb empfehlen wir Ihnen die Zusammenarbeit mit einem Versicherungsberater, der Ihnen Angebote gibt, die er für sinnvoll hält. Aus diesen können Sie dann mit Hilfe unseres Rechners das für Sie passendste herausfinden.

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Will krankenversicherung-prognose.de den Versicherungsberater ersetzen?

Nein, wir möchten nur eine Ergänzung zum Versicherungsberater darstellen. Wir glauben, das Thema ist zu komplex und die Entscheidung zu wichtig als dass man sich nur auf eine Informationsquelle verlassen sollte. Deshalb empfehlen wir auf jeden Fall, mit einem Berater in Ihrer Nähe zu sprechen und spezifische Fragen mit ihm zu diskutieren. Auf der anderen Seite empfehlen wir auch, sich mehrere Angebote von ihm geben zu lassen, und diese in unserem Rechner zu vergleichen. Dann haben Sie schonmal zwei Perspektiven gewonnen. Wenn Sie sich entschieden haben, können Sie die Versicherung über Ihren Berater abschließen. Er hilft Ihnen auch bei den Formalitäten.

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Woher bekomme ich eigene Krankenversicherungs-Angebote?

Wir schlagen vor, Sie wenden sich an einen Versicherungsberater in Ihrer Nähe. Es gibt dabei zwei Arten, die staatlich anerkannten Versicherungsberater (auch "Honorarberater") und die provisionsorientierten Vermittler (auch "Makler"). Bei den Honorarberatern entrichten Sie einen Stundensatz (z.B. 150€), dafür darf er keine Gelder der Versicherungen annehmen. Die Vermittler dagegen erwarten keine Bezahlung von Ihnen, werden aber direkt oder indirekt durch Provisionszahlungen der Krankenversicherungen finanziert.

Welche Art von Beratung Sie in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie selber entscheiden. Als Hilfestellung haben wir jedoch einen Blog-Beitrag über den Unterschied verfasst. Hier ist außerdem eine unvollständige Liste von Anlaufstellen:

Honorarberatung

Povisionsorientierte Beratung

Keine der genannten Einrichtungen steht mit krankenversicherung-prognose.de in einer Geschäftsbeziehung.

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Welche Annahmen liegen der prognostizierten GKV-Beitragsentwicklung zugrunde?

Die Annahmen zur Gesetzlichen Krankenversicherung beruhen auf einer Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität Köln vom Oktober 2010. Darin wird von einem stabilen Beitragssatz von 15,5% und steigenden Zusatzbeiträgen ausgegangen, die im Jahr 2030 eine Höhe von rund 140€ pro Monat erreichen. Im Rechner wird vereinfacht eine lineare (also kontinuierliche statt sprunghafte) jährliche Steigerung angenommen. Außerdem wird ein dauerhafter Sozialausgleich zugrunde gelegt, der einspringt, sobald die Belastung durch Zusatzbeiträge bei über 2% des relevanten Einkommens liegt.

Quelle: Lüngen M., Büscher G.: Anmerkungen zum geplanten Sozialausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung. Studien zu Gesundheit, Medizin und Gesellschaft 2010; Köln: Ausgabe 02/2010 vom 11.10.2010. (Volltext PDF)

Zu beachten ist außerdem, dass zum GKV-Beitragssatz der Beitrag zur Pflegeversicherung addiert wird (derzeit rund 2%).

Die Beitragsbemessungsgrenze ist zwischen 1990 und 2007 um durchschnittlich 2,3% jährlich gestiegen, inflationsbereinigt sind dies 0,2%. Die weitere Steigerung wird damit (auf die heute Kaufkraft bezogen) mit 85€ pro Jahr angesetzt.

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Welche Annahmen liegen der prognostizierten PKV-Beitragsentwicklung zugrunde?

Zwei empirische Studien liegen der prognostizierten Beitragsentwicklung der PKV zugrunde:

  • Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kommt bei der Auswertung der repräsentativen Daten des Sozioökonomischen Panels der Jahre 1985 bis 2005 zu einer durchschnittlichen rechnerischen Erhöhung der PKV-Beiträge eines Versicherten um knapp 5,7% pro Jahr. Abzüglich einer durchschnittlichen Inflation von 1,9% in untersuchten Zeitraum ergibt sich eine inflationsbereinigte Beitragssteigerung von 3,8%.
    Quelle: Grabka, Markus M. (2006): Prämien in der PKV. In: Wochenbericht, DIW Berlin. Ausgabe Nr. 46/2006 vom 15.11.2006. Volltext PDF
  • Die Zeitschrift FinanzTest wertete eine Stichprobe von 130 Privattarifen zwischen 1987 und 2007 aus, und erhielt einen durchschnittlichen Anstieg der PKV-Beiträge von rund 6%. Abzüglich der durchschnittlichen Inflationsrate von 2,0% in diesem Zeitraum ergibt sich eine jährliche Beitragssteigerung von 4,0%.
    Quelle: Stiftung Warentest (2007): Teures Alter. In: Finanztest, Berlin. Ausgabe 02/2007. Zusammenfassung online (Volltext PDF verfügbar)

Die Beispiele des Rechners verwenden den inflationsbereinigten Mittelwert beider Studien von 3,9% Beitragssteigerung in der PKV pro Jahr.

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Sind die Behandlungskosten in den Gesundheitsszenarien realistisch?

Es handelt sich sicherlich nicht um Preisgarantien, also z.B. eine Gallenblasenentfernung kostet in Summe nicht jedes Mal 2700€. Dasselbe gilt für Zahnkronen, etc. Für jede Diagnose und jede Behandlung gibt es einfach sehr viele verschiedene Varianten, die verschiedene Kosten verursachen. Aber mit Hilfe von Daten des statistischen Bundesamtes haben wir versucht, so realistische Werte wie möglich zu ermitteln. Wenn Sie also jemals eine Gallenblasenentfernung haben, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie tatsächlich 2700€ kostet.

Die Werte sind also realistisch im Sinne von plausibel. Im Endeffekt kommt es spielen ein paar Hundert Euro mehr oder in der Gesamtsumme keine große Rolle mehr. Wichtig ist uns vor allem, Ihnen ein Gefühl für die Kosten zu geben, d.h. dass beispielwsweise eine solche gängige Operation etwa 2700€ kostet, und nicht 270€ und nicht 27.000€. Aber sobald präzisere und/oder umfangreichere Daten zur Verfügung stehen, werden wir sie natürlich verwenden.

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Woher kommen die Beispiel-Gesundheitsszenarien?

Das typische Gesundheitsszenario gibt es nicht. Deshalb wird die Zukunft für die meisten Benutzer anders aussehen als das, was wir in unseren vorgefertigten Beispiel-Szenarien zusammengestellt haben. Die sinnvollste Möglichkeit in unseren Augen ist es, ein Gesundheitsszenario auf der Basis der Behandlungsgeschichte der eigenen Eltern zu erstellen. Wenn Ihr Vater z.B. mit Mitte 60 eine Gallenkolik hatte, dann könnten Sie als Sohn auch eine gewisse Prädisposition dazu haben. Dasselbe gilt natürlich für Mütter und Töchter.

Allerdings wissen wir, wie wichtig es ist, am Anfang einfach mal ausprobieren zu können, ohne sich stundenlang mit dem Thema zu beschäftigen. Deshalb haben wir die Beispiel-Szenarien erstellt. Und wir haben uns Mühe gegeben und u.a. Daten des Robert-Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamtes verwendet, um beispielsweise die Wahrscheinlichkeitsverteilung der häufigsten Operationen in Deutschland zu berücksichtigen. Außerdem beachten wir die statistische Verteilung der Behandlungskosten auf die Behandlungsarten Ambulant, Stationär, etc. sowie auf Altersgruppen von Patienten in Deutschland.

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Werden die unterscheidlichen Leistungen der Tarife im Vergleich berücksichtigt?

Ja und nein. Leistungen, die direkt Ihre Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen beeinflussen, sind in die Gesamtkosten eingerechnet. Bei einem Tarif mit hohem Selbstbehalt wird z.B. eingerechnet, dass Sie diesen Selbstbehalt des öfteren selber zahlen müssen (entsprechend den Behandlungen aus dem Gesundheitsszenario).

Nicht berücksichtigt werden jedoch Leistungen, die darüber hinaus gehen, z.B. Erstattung von Naturheilkunde-Verfahren, Einzelzimmer-Unterbringung oder Chefarztbehandlung.

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Im Prognose-Rechner sieht es so aus als würde die GKV alle Behandlungen übernehmen. Ist das wirklich so? Bekomme ich in der PKV nicht mehr?

Der Rechner geht im Moment davon aus, dass die GKV alle medizinisch notwendigen Maßnahmen übernimmt. Inwiefern dies wirklich zutrifft, ist eine gesellschaftliche Debatte, in die wir uns nicht einmischen wollen. Der Rechner geht jedenfalls nur von solchen Maßnahmen aus, die von der GKV übernommen werden.

Dass man als Privatpatient u.U. gewisse Zusatzleistungen erhält, beispielsweise Einzelzimmerunterbringung, Chefarztbehandlung oder schnellere Termine, wird dabei jedoch vernachlässigt. Teilweise ist dies auch schwer zu quantifizieren. Was ist es z.B. wert, wenn man schneller einen Termin bekommt als ein Kassenpatient? Das kann und sollte man aber durchaus im Hinterkopf behalten, wenn man sich für eine Krankenversicherung entscheidet, und im Zweifelsfall auch eine teurere Versicherung nehmen, von der man aber weiß, dass sie einige Zusatzleistungen bietet, die einem wichtig sind.

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Der Prognose-Rechner berücksichtigt nur Kosten für ambulante, stationäre und Zahn-Behandlung. Was ist mit anderen Kosten?

Andere Kostenarten wie Naturheilkundeverfahren, Psychotherapie, etc. werden im Moment noch nicht berücksichtigt. Das macht das Modell zwar einfacher und übersichtlicher aber wir wissen auch, dass dadurch Präzision verloren geht. Wir arbeiten weiter daran, eine gute Balance zwischen Präzision und einfacher Bedienung herzustellen, und könnten uns gut vorstellen, das Modell demnächst etwas zu erweitern.

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Welche Datenquellen verwendet das Projekt?

Ein Grundpfeiler dieses Projekts ist, dass zahlreiche Statistiken aus amtlichen und nichtamtlichen Quellen kombiniert werden. Wir danken daher

  • Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Bonn
  • Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, Siegburg
  • Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Universität Köln
  • Robert-Koch-Institut, Berlin
  • Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  • Universitätsklinikum Münster
  • World Health Organization Europe, Kopenhagen
  • sowie allen am Projekt beteiligten Medizinern, Krankenversicherungs-Experten und Privatversicherten

für die Bereitstellung und/oder Aufbereitung wissenschaftlicher Daten, Erfahrungswerte und Stichproben, die in dieses Projekt eingeflossen sind. Bitte beachten Sie, dass keine der genannten Einrichtungen diese Webseite betreibt oder anderweitig mit ihr assoziiert ist.

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Wird die Familienversicherung der GKV (mitversicherte Kinder und Ehepartner) berücksichtigt?

Die Familienversicherung wird bezüglich der Kinder berücksichtigt. Sie sind in der Regel bei der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei mitversichert, in der PKV müssen jedoch zusätzliche Beiträge gezahlt werden, was im Rechner deutlich wird. Die GKV-Familienversicherung für Ehepartner wird dagegen nicht berücksichtigt, da Ehepartner nur dann kostenfrei mitversichert sind, wenn sie nicht oder kaum erwerbstätig sind. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist oder vsl. sein wird, sollten Sie dies in Ihre Entscheidung miteinbeziehen.

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Wie finde ich eine Krankenversicherung für mein Kind?

Die Versicherungsmöglichkeiten von Kindern sind abhängig von Ihren Eltern. Zudem gelten für sie spezielle Tarifsysteme. Der Rechner berücksichtigt daher mögliche zusätzliche Kinderbeiträge nur im Zusammenhang mit Ihrer eigenen Krankenversicherung und Angaben über Ihren evtl. Ehepartner.

Kinder sind beitragsfrei mitversichert, wenn die Eltern gesetzlich versichert sind (Familienversicherung). Dies gilt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, bei fehlender Erwerbstätigkeit des Kindes bis 23 Jahre, bei Studium o.ä. bis zu 25 Jahre. Sind die Eltern verheiratet und ist der besser verdienende Ehepartner privat versichert und hat ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze (49.500€ ab 2011), so muss auch das Kind i.d.R. privat versichert werden (SGB 5, §10, Abs. 3). Hierfür gibt es spezielle Kindertarife.

Ist Ihr Kind nach diesen Regeln ohnehin privat zu versichern oder kann in jedem Fall in die gesetzliche Familienversicherung, so weist Sie der Rechner darauf hin. Die privaten Beiträge, die zur Versicherung Ihrer Kinder nötig wären, werden dann nicht ausgewiesen, da die Versicherung Ihres Kindes nicht von Ihrer eigenen evtl. Entscheidung für eine Private oder Gesetzliche abhängt. Sie hätten also keine zusätzliche Belastung durch die privaten Beiträge Ihrer Kinder, wenn Sie selbst in die PKV gehen würden. Wenn Sie den Rechner aus Sicht Ihres evtl. Ehepartners ausführen, sehen Sie jedoch den Unterschied, den seine Versicherungswahl bezogen auf Ihre Kinder machen würde.

Auf diese Weise können Sie auch die Gesamtkosten für Ihre gesamte Familie mit verschiedenen Versicherungs-Konstellationen prognostizieren lassen. Dabei gibt es max. 4 Fälle: Beide privat versichert, beide gesetzlich und je einer privat, der andere gesetzlich. Durch die Addition der Gesamtkosten für beide Ehepartner ergeben sich jeweils die Gesamtkosten für Ihre Familie. Wenn Sie die Fragen zur Familienversicherung aus Sicht des jeweiligen Ehepartners genau beantworten, erkennt der Rechner i.d.R. automatisch, bei welchem Ehepartner die evtl. Privatbeiträge Ihrer Kinder aufgeschlagen werden müssen.

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Wer kommt für eine private Krankenversicherung in Frage?

In die PKV eintreten können grundsätzlich Selbständige, Freiberufler und Beamte, sowie Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen seit mindestens einem Jahr über der sog. Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt (2011: 49.500€ im Jahr). Es gibt jedoch ein paar Sonderregelungen, z.B. für Studierende. Das Versicherungsunternehmen entscheidet stets, welche konkreten Tarife und Konditionen dem jeweiligen Antragsteller angeboten werden.

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Wie kann ich mich davon überzeugen, dass krankenversicherung-prognose.de unabhängig ist?

Wir stehen in keiner Geschäftsbeziehung mit Versicherungsunternehmen und werden Ihnen nie eine bestimmte Krankenversicherung empfehlen. Wir stellen zwar private Beispieltarife zur Verfügung, damit Sie schnell ein Gefühl für typische Angebote bekommen. Das sind aber keine konkreten Angebote echter Unternehmen. Wenn Sie echte Tarife vergleichen möchten, erstellen Sie einen "Eigenen Tarif" ein. Dort geben Sie Daten zum Beitrag, Selbstbehalt, etc. ein. Nur aufgrund dieser Eingaben werden dann die Gesamtkosten prognostiziert. Die Berechnung ist dabei immer nachvollziehbar. Wenn Sie sich die Detailseiten zu den Tarifen ansehen, bekommen Sie für jedes Lebensjahr die errechneten Beiträge, Selbstbehalt, Rückerstattungen, etc. angezeigt. Sie können also alle Rechenschritte nachvollziehen, die zu den Gesamtkosten führen. Dadurch ist sicher gestellt, dass die Angebote aller Krankenversicherungen gleich behandelt werden.

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Kann man Krankenversicherungen überhaupt prognostizieren?

Niemand kann in die Zukunft sehen, auch wir nicht. Aber man kann die Informationen verwenden, die zur Verfügung stehen, um Prognosen für die Zukunft anzustellen. Es wäre in unseren Augen sogar leichtsinnig, diese Informationen nicht zu verwenden, wenn man eine wichtige Entscheidung treffen muss. Deshalb geben wir unser Bestes, um zahlreiche Daten und Algorithmen auf dieser Seite zu kombinieren, um eine vernünftige und nachvollziehbare Vorhersage anbieten zu können. Dass diese trotz allem mit Unwägbarkeiten behaftet ist, sollte selbstverständlich sein. Deswegen werden wir auch von manchen belächelt, oder gefragt, warum wir unsere Zeit damit verschwenden.

Aber wir kennen die Situation, wenn man sich als Verbraucher ganz konkret für eine Krankenversicherung entscheiden muss. Die einzige Informationsquelle, die man dann meist hat, ist ein Versicherungsmakler, der einem aus nicht nachvollziehbaren Gründen einen bestimmten Tarif empfiehlt, und dabei selber von Provisionen lebt. Die Empfehlung muss deswegen nicht schlecht sein. Aber für eine Entscheidung, die u.U. später nicht mehr zu ändern ist, und die über mehrere 100.000€ im Leben bestimmt, ist das alleine eine etwas schwache Grundlage.

Deshalb versuchen wir hier, eine zweite, rationale und objektiv nachvollziehbare Entscheidungshilfe anzubieten, so gut es nur irgendwie möglich ist. Um einen befreundeten Wissenschaftler zu zitieren:

"Ein Entscheidungsverfahren wird nicht deshalb eingesetzt, weil es immer das perfekte Ergebnis erzielt. Es wird deshalb eingesetzt, weil es besser ist als andere Verfahren."

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