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Vergleich von PKV und GKV

Vergleich PKV und GKV

Kosten von Kranken­versi­cherungen lassen sich nicht anhand ihrer anfänglichen Beiträge vergleichen. Diese sind in der gesetz­lichen Kranken­kasse für Gut­verdiener von Anfang an hoch, sinken aber in der Rente. Eine private Kranken­versicherung ist anfangs günstiger, die Beiträge steigen aber im Laufe der Zeit.

Lesen Sie unsere Einführung für den Vergleich von Kranken­versicherungen

Wechseln Sie möglichst frühzeitig in die richtige Kranken­versicherung (PKV oder GKV), um Ihr Vermögen schneller aufzubauen.

Prinzipiell kann man seine Kranken­versicherung jederzeit wechseln. In der Praxis lohnt sich dies jedoch vor allem in jungen Jahren, um das riesige Einspar-Potenzial zu nutzen. Außerdem gibt es mit zunehmendem Alter Einschränkungen. Generell gilt, dass ältere Mitglieder wesentlich mehr Kosten für die Versicherung verursachen als junge, da sie häufiger und teurere Leistungen benötigen. Sowohl GKV als auch PKV haben daher wenig Interesse, Leute ab einem gewissen Alter neu aufzunehmen.

Je nachdem, ob Sie in der GKV oder PKV sind und wohin Sie wechseln möchten, werden Sie in folgender Situation sein:

Sie möchten von einer gesetzlichen Krankenkasse in eine andere wechseln (also beide GKV):

Dies ist eigentlich immer möglich, aber das Einspar-Potenzial ist auch am geringsten. Die gesetzlichen Krankenkassen sind sich alle sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen beim Zusatzbeitrag um mehrere Zehntel-Prozent, und bei ein paar "freiwilligen" Leistungen.

Sie sind in der PKV und möchten günstigere Beiträge durch einen Basistarif (in der gleichen Gesellschaft):

Der Gesetzgeber hat diese Möglichkeit mit den sog. Basistarifen geschaffen, um privat Versicherte vor zu hohen PKV-Beiträgen im Alter zu schützen. Wir kennen Fälle, in denen Betroffene ihren Beitrag von z.B. €750 auf €400 gesenkt haben. Dies geht natürlich mit einem Verlust an Leistungen einher, wobei die gesetzlichen Mindestanforderungen an eine Kranken­versicherung gewahrt bleiben. Ein solcher Wechsel wird laut Erfahrungsberichten von vielen privaten Krankenversicherern außerdem nicht einfach gemacht, evtl. ist eine spezialisierte Beratung sinnvoll. Der Ruf der privaten Kranken­versicherung in Bezug auf Beiträge im Alter hat sich durch dieses Instrument aber in jedem Fall verbessert.

Sie sind in der PKV und möchten in eine andere private Kranken­versicherung wechseln (z.B. um von besseren Leistungen oder niedrigeren Beiträgen zu profitieren):

Die neue Versicherung, zu der Sie wechseln möchten, wird Ihre Aufnahme prüfen. Deshalb sollten Sie den Wechsel noch bei gutem Gesudheitszustand machen. In jeden Fall sollten Sie mögliche Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Außerdem verlieren Sie meist einen Teil Ihrer Altersrückstellungen. Deshalb lohnt sich ein solcher Wechsel umso mehr, je kürzer Sie bei Ihrem vorherigen Versicherer waren.

Sie sind in der PKV und möchten in die GKV wechseln:

Das ist grundsätzlich möglich, wird aber im Alter schwieriger. So werden ab einem Alter von 55 Jahren prinzipiell keine Mitglieder mehr in die GKV aufgenommen, sofern sie nicht in den letzten 5 Jahren dort zumindest zeitweise versichert waren. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, sein Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze senken zu lassen, bzw. seine Selbständigkeit aufzugeben, und sich mit einem Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze anstellen zu lassen. Wenn dies nicht gewünscht ist, sollte man daher bis zu einem Alter von ca. 50 Jahren seine Entscheidung getroffen haben.

Sie sind in der GKV und möchten in die PKV wechseln (z.B. um von besseren Leistungen zu profitieren):

Dann müssen Sie eine Gesundheitsprüfung für die PKV ablegen. Sie können abgelehnt oder mit Risiko-Aufschlag belegt werden. Beides ist umso wahrscheinlicher, je älter Sie bereits sind. Daher sollten Sie einen solchen Wechsel möglichst in jungen Jahren vollziehen. Dadurch profitieren Sie zusätzlich auch frühzeitig und umso länger von den tendenziell niedrigeren Beiträgen der PKV-Tarife für jüngere Versicherte.

Fazit

Je frühzeitiger Sie in die für Sie richtige Kranken­versicherung wechseln, desto mehr profitieren Sie von anfänglich guten Risikobewertungen und potenziell niedrigeren Beiträgen. Ein Wechsel von der PKV in die GKV ist im höheren Alter nicht mehr ohne Weiteres möglich. Mit den Basistarifen gibt es jedoch mittlerweile für ältere Versicherte in der PKV mehr Spielraum, um die Beiträge zu senken.

Am besten wählen Sie möglichst früh die für Sie beste Versicherung und berechnen dabei die langfristigen Kosten, nicht nur die anfänglichen Beiträge. Probieren Sie deshalb unseren Rechner aus. Das Einspar-Potenzial ist größer als in fast allen anderen Bereichen im Leben.

Kostet eine Kranken­versicherung wirklich eine Viertel-Million Euro an Beiträgen?
Gilt das für private und gesetzliche?

Ein männlicher Selbständiger mit einem Kind, der mit 25 einen Jahreseinkommen von 30.000€ hat, und vor Eintritt in den Ruhestand ein Jahreseinkommen von 70.000€, zahlt als Unverheirateter für seine Gesundheit in der Modellrechnung etwa 370.000€ für die GKV und etwa 240.000€ für eine günstige PKV (inkl. aller Beiträge und Zuzahlungen in seinem Leben). Für Angestellte sind es aufgrund der Arbeitgeber-Zuschüsse sowohl in der Privaten als auch der Gesetzlichen etwas niedrigere Beiträge, Beamte profitieren i.d.R. zumindest bei der PKV von Beihilfe-Regelungen, aber die Größenordnung ist realistisch. Entsprechend hoch ist auch das Einsparpotenzial. Nutzen Sie es mit unserem Rechner!

Video-Tutorial: So funktioniert's

In unserem Video erklären wir Ihnen die Benutzung des Rechners. Schalten Sie Ihre Lautsprecher ein und vergrößern Sie das Bild mit dem Knopf rechts unten.